Gesundheitssport

Der Tischtennissport hat sich in den letzten Jahren zu einem für die Gesundheitsförderung vorbildlichen Sport entwickelt.

In Australien, Amerika, Asien und Europa haben umfassende wissenschaftliche Studien nachfolgende positive Effekte auf die Gesundheit ergeben.

Diese super Vorteile sind noch nicht ausreichend bekannt und werden unzureichend genutzt.
Bemerkenswert ist auch, dass mit diesen enormen Vorteilen für jeden kaum Werbung für den regelmäßigen Sport im Verein gemacht wird.

Wir wollen für unsere Gesundheit mit unserem Sport zukünftig mehr und bewusster wirksam werden. In der Landesstrategie Gesundheitsförderung und Prävention von Mecklenburg-Vorpommern heißt es dazu:

„Früher waren Gesundheitsförderung und Prävention klar im Kindes- und Jugendalter verortet. Ganz nach der alten Weisheit „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr“ galten Personen ab einem bestimmten Alter als nahezu unbelehrbar, auch für die Vermittlung von Wissen und Kompetenzen bezüglich einer gesunden Lebensführung.
Der eingeschränkte Fokus auf die Zielgruppe der Kinder und Jugendlichen ist mittlerweile zum Glück passé und es ist wissenschaftlich erwiesen, dass bis in das hohe Lebensalter gesundheitliche Ressourcen im Sinne der Gesundheitsförderung aufgebaut und erhalten sowie Risikofaktoren im Sinne der Krankheitsprävention vermieden werden können“.

Nachfolgend ein Überblick über bestehende Programme sowie Angebote zur Trainerausbildung für den Gesundheitssport, die seitens des Deutschen-Tischtennis-Bundes DTTB angeboten werden:

Kursprogramm „FiTTer in Herz und Hirn“

Hierbei handelt es sich um ein Präventionsangebot mit dem Schwerpunkt Herz-Kreislauftraining für Erwachsene. Der Kurs hat eine Laufzeit von 10 bis 12 Kurseinheiten und wird in der Regel ein- bis zweimal pro Jahr vom DTTB angeboten.

Ping Pong Parkinson

In den letzten Jahren hat sich gezeigt, dass Tischtennis bei Parkinson-Erkrankten nicht nur beliebt, sondern auch als therapeutisches Mittel wirksam ist. In Zusammenarbeit mit dem gemeinnützigen Verein Ping-Pong-Parkinson bietet der DTTB Fortbildungen für P- und C-Trainer zum Thema Parkinson an.

Tischtennis bewegt Menschen mit Demenz

„Sport bewegt Menschen mit Demenz“ war ein vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördertes Projekt über den Deutschen Olympischen Sportbund. Es ging darum, Sportangebote für Menschen mit Demenz und deren Angehörigen zu entwickeln und die Zielgruppe über den Vereinssport daran teilhaben zu lassen.

Das Siegel „Sport pro Gesundheit"

Tischtennis ist bundesweit die erste Spielsportart, die im Namen des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) das Qualitätssiegel SPORT PRO GESUNDHEIT vergeben darf. Grundlage hierfür waren zwei Studien der Universität Magdeburg, in denen nachgewiesen wurde, dass bei Einsatz spezieller Übungsformen die Ausdauer verbessern kann.

Das Qualitätssiegel wurde vom DOSB gemeinsam mit der Bundesärztekammer entwickelt und verfolgt kurzfristige Ziele wie die Stärkung von physischen und psychosozialen Gesundheitsressourcen sowie die Verminderung von Risikofaktoren. Im Kern zielen die Bemühungen von SPORT PRO GESUNDHEIT aber auf eine langfristige Bindung an gesundheitssportliche Aktivität sowie die Bildung einer eigenen Gesundheitskompetenz – auf eine Nachhaltigkeit also, die sich im Idealfall im lebenslangen Sporttreiben äußert. In besonderem Maße gilt dies für Menschen, die nie oder lange nicht mehr Sport getrieben haben. Sie auf ihrem Weg vom „Nicht-Sportler“ zum „Präventionssportler“ zu begleiten, ist Anspruch und Ansporn zugleich. Um diesen Ansprüchen gerecht zu werden, erfüllen sowohl die Kurse, die mit dem Siegel SPORT PRO GESUNDHEIT ausgezeichnet werden, wie auch deren Übungsleiterinnen und Übungsleiter, als auch die anbietenden Vereine bestimmte Qualitätskriterien

Die Vorteile des Siegels

Die Vorteile der Beantragung des Siegels „SPORT PRO GESUNDHEIT“ auf einen Blick:

  • es steht für Transparenz
  • es hat klar definierte Ziele und Kriterien
  • es schafft Orientierung im Dschungel der zahlreich angebotenen Programme im Gesundheitssport
  • es hilft Interessenten, Ärzten und Krankenkassen bei der erfolgreichen Suche nach dem passenden Gesundheitsangebot (Link)
  • es unterstützt die Sportvereine bei der Bildung eines gesundheitsorientierten Profils
  • es hat eine enorme Werbewirksamkeit und fördert das Image des Vereins
  • der DTTB stellt allen Siegel-Inhabern Teilnahmebescheinigungen, Anmeldeformulare, Fragebogen zum allgemeinen Gesundheitszustand und den Auswertungsbogen als beschreibbare PDF zur Verfügung
  • einfache und übersichtliche Datenverwaltung für Vorstand, Ansprechpartner und Übungsleiter
  • Urkunden zum Download
  • die Gültigkeit des Siegels beträgt 3 Jahre

Unsere zukünftigen Vorhaben im Gesundheitssport

Im Präventionssport sind die Bereiche für die Freizeitsportler in allen Abteilungen auszubauen. Dies gilt für alle Altersgruppen. Und alle im Freizeitsport sollten beim TTVMV als Mitglieder gemeldet werden (nur 2 € pro Jahr als Mitgliedsbeitrag), damit unser TTVMV weiter zu den vom LSB geförderten Verbänden gehört.

Notwendig für diese Freizeitsportbereiche sind derzeit keine speziell ausgebildeten Übungsleiter. Die Betreuung durch C-Lizenz-ÜL ist zumindest zeitweise sinnvoll für den Ausbau der Gruppen.

Im Rehabilitationssport ist eine Lizenz vom VBRS M-V für die mögliche Durchführung auf ärztliche Verordnung erforderlich. Auch die/der Übungsleiterin/leiter muss eine B-Lizenz Rehabilitationssport vom VBRS haben. Diese Voraussetzungen sind in unseren Abteilungen Tischtennis im Allgemeinen nicht gegeben. Bei entsprechendem Bedarf vor Ort sollte eine Kooperation mit einem lizensierten Verein gesucht werden. Für Patienten mit speziellen Diagnosen (Parkinson, Demenz, Diabetes o. ä.) gibt es die Möglichkeit, diesen Personen TT-Sport nach Ablauf der Rehabilitations-Verordnung anzubieten. Eine besondere Qualifikation der ÜL ist nicht vorgeschrieben, wird aber vom DTTB durch zur C-Lizenz ergänzende Ausbildungen unterstützt. Diese Gruppen des Rehabilitationssports erfordern keine Verordnung (und können auch Patienten nach einer Verordnung z. B. aus einem Kooperationsverein umfassen).

Der bundesdeutsche Verein PingPongParkinson e.V. wird bzw. ist außerordentliches Mitglied des DTTB – er ist kein Sportverein und kein lizensierter Rehabilitationssport-Verein. Seine Mitglieder können in unseren TT-Vereinen als Mitglieder der Abteilungen sportlich eingeordnet werden (incl. Sport-Versicherung) – eine Rehabilitations-Verordnung ist dafür nicht erforderlich.